Anlässlich des internationalen Welttags des Hörens am 3. März. Auf was hören wir?

Ein Indianer besuchte einen weißen Mann. Beide gingen in die Stadt, als der Indianer plötzlich sagte: „Hörst du?“ – „Ich höre nur den Verkehrslärm.“
„Aber ich höre ganz in der Nähe eine Grille zirpen.“ Der Indianer bog an der nahen Hauswand die Blätter des wilden Weins auseinander – da saß tatsächlich eine Grille. Der Weiße sagte. „Indianer können eben besser hören.“ – „Da täuschst du dich.“ Der Indianer warf eine Geldmünze auf dem Pflaster. Es klimperte, und die Leute, die mehrere Meter entfernt gingen, drehten sich nach dem Geräusch um. „Siehst du, das Geldstück war nicht lauter als die Grille, und doch hörten es viele. Der Grund liegt darin, dass wir alle besonders gut auf das hören, was uns wichtig ist.“

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Die Prophetin ist tot

In den letzten Jahren war es still geworden um „Uriella“ und die von ihr in den 1980-er Jahren gegründete Sekte „Fiat Lux“. Vor allem wird das am Alter der als Erika Bertschinger-Eicke in der Schweiz geborenen Prophetin liegen. Infolge stetig abnehmendem Medieninteresse und gleichzeitig zunehmenden gruppeninternen Streitigkeiten ging die Zahl der Anhänger auf wenige Duzend zurück.

Eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erreiche die sich als Reinkarnation Maria Magdalenas inszenierende Sektenführerin in den 1990-er Jahren. Mithilfe ihres vorgeblich direkten Drahts zu Jesus und Maria hatten wollte sie erfahren haben, dass der Weltuntergang unmittelbar bevorstünde. Lediglich die Anhänger von „Fiat Lux“ würden von himmlischen Außerirdischen in Raumschiffen gerettet werden.

In ihrer Funktion als Geistheilerin machte sie insbesondere mit ihrem „Athrum-Wasser“ auf sich aufmerksam. Vorgeblich sollte das Wasser durch einfaches Umrühren mit „positiver Energie“ aufgeladen werden. Zu einem Skandal kam es nachdem mehrere Personen trotz dieser „Wundermedizin“ starben. „Uriella“ selbst warb mit vorgeblichen Heilungen schwerster Erkrankungen. Zumeist wurden aber weder die Krankheiten noch die Heilungen medizinisch dokumentiert. Viel wahrscheinlicher erscheint es, dass „Uriella“ lediglich die von ihr erst erfundenen Krankheiten mit einer magischen Zeremonie auch erfolgreich wieder beseitigte. Bis heute bewirbt „Fiat Lux“ spezielle Ernährungsregeln und die „Bioenergetik“.

Mitte Februar 2019 starb „Uriella“ im Alter von 90 Jahren in Ibach im Schwarzwald. – Christen sollten angesichts dieser „erfolgreichen“ Prophetin und Heilerin vor ähnlich gestrickten „geistlichen“ Führern gewarnt sein. Es gehören eben nicht alle, die sich auf Gott berufen, die „positive Energie“ vermitteln, die übernatürliche Offenbarungen haben wollen oder „Wunder“ bewirken wirklich zu Jesus Christus. (Dabei sollte natürlich klar sein, dass Gott selbstverständlich zu allen Zeiten Menschen heilt oder sich ihnen mitteilt.) Michael Kotsch

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spiegel.de
Ihren Anhängern galt sie als Geistheilerin mit hellseherischen Fähigkeiten,…

Der gute Mensch?

Der Mensch ist offensichtlich das einzige Wesen auf dieser Erde, das über sich selbst nachdenkt. Im Laufe der Menschheitsgeschichte hat sich eine große Zahl von Meinungen angehäuft. Eine kleine Auswahl soll uns einen Eindruck vermitteln:

Homer (8. Jahrhundert v. Chr.): «Denn wahrlich! Da ist nichts Armseligeres als der Mensch unter allem, so viel da auf der Erde atmet und kriecht.» Bettina von Arnim (1785–1859): «Der Mensch ist ein wunderlich Wesen, das sich nicht begreifen lässt.» Erich Fromm (1900–1980): «Der Mensch ist eine Laune der Natur.» Friedrich Nietzsche (1844–1900): «Denn der Mensch ist kränker, unsicherer, wechselnder, unfestgestellter als irgendein Tier sonst, daran ist kein Zweifel – er ist das kranke Tier.» Charles Darwin (1809–1882): «Der Mensch ist jetzt, auch im rohesten Zustand, das dominierendste Tier, das je auf der Erde erschienen ist.»

Oft bin ich mit der Bahn unterwegs, um Vorträge zu halten. Vor einiger Zeit schrieb ich das achtseitige Faltblatt «Wie komme ich in den Himmel?». Dieses gebe ich gerne an meinen Sitznachbarn im Zug weiter. Ich bevorzuge den Großraumwagen, unter anderem auch darum, weil ich dann nur einen Nachbarn habe. So kommt es nach anfänglichem «Smalltalk» schnell zu einem persönlichen Gespräch, in dessen Verlauf ich gerne frage, ob er auch einmal im Himmel sein möchte. Fast immer wird dies klar bejaht. Frage ich weiter nach, ob der Betreffende annimmt, ob er dort auch wirklich hinkommen werde, kommt prompt die Begründung: «Ich bin doch ein guter Mensch. Ich habe noch nie jemanden erschlagen, keinen Bankraub verübt, und wo immer es geht, tue ich Gutes. Das alles weiß doch Gott.»

Diese Überzeugung teilen nach meiner Erfahrung die meisten Menschen. Auch die obigen Zitate zeigen deutlich, dass wir Menschen ohne die Offenbarung Gottes in der Bibel nicht in der Lage sind, uns richtig einzuschätzen. Die Bibel bestätigt unsere Erfahrung, dass die meisten sich als «gute Menschen» bezeichnen würden: «Viele Menschen rühmen ihre Güte» (Sprüche 20,6). Aber die Bibel zeigt uns auch unmissverständlich, dass unsere eigene Annahme zutiefst falsch ist. In 1. Mose 8,21 nennt Gott uns seine Diagnose: «Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.»

Wir leben in einer Zeit der Tests – alle möglichen Konsumgüter werden nach mancherlei Kriterien geprüft, bewertet und publiziert. Auch diverse von Psychologen ausgearbeitete Verhaltenstests werden gerne angewandt. In Analogie dazu wollen wir im Folgenden den biblisch orientierten «Bin ich gut?»-Test durchführen. Beantworten Sie bitte die folgenden vier Fragen:

Haben Sie schon einmal gelogen? Dazu gehören auch Halbwahrheiten, kleine Lügen oder Flunkereien. Ja ❑ Nein

Haben Sie jemals – ganz unabhängig vom Wert – etwas gestohlen? ❑ Ja ❑ Nein

Haben Sie jemals jemanden begehrt? Jesus sagte: «Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen» (Matthäus 5,28). ❑ Ja ❑ Nein

Haben Sie jemals einen Menschen gehasst? In 1. Johannes 3,15 lesen wir: «Wer seinen Bruder hasst, der ist ein Totschläger, und ihr wisst, dass kein Totschläger das ewige Leben bleibend in sich hat.» ❑ Ja ❑ Nein

Wenn Sie auch nur eine der vorgenannten Fragen mit Ja beantwortet haben, dann müssen Sie zugeben, dass Sie –mindestens in Ihrem Herzen – ein Lügner, Dieb, Ehebrecher oder Mörder sind. Bei diesem kleinen Test haben wir uns nur auf vier der Zehn Gebote Gottes beschränkt. Was meinen Sie, wenn Gott Sie nach seinem Maßstab beurteilt, wären Sie dann schuldig oder unschuldig? Wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben, dass wir wirklich schuldig sind. Das sagt uns Gott auch im Psalm 14,3: «Aber sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.» Schon die Übertretung eines einzigen Gebotes zieht die ewige Verdammnis in der Hölle nach sich, denn Jesus lehrt in der Bergpredigt (Matthäus 5,22): «Wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig.» Wenn Sie auch nur eine der vier Testfragen mit Ja angekreuzt haben, dann stehen Sie bereits unter jenem Urteil, von dem Offenbarung 21,8 spricht: «Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.»

Denken Sie immer noch, dass Sie ein guter Mensch sind, oder erkennen Sie, dass Sie ein Sünder sind und damit den Zorn Gottes verdient haben? Weil Gott nicht will, dass wir ewig verloren gehen, sandte er seinen Sohn Jesus Christus zu uns auf die Erde. Er wurde gekreuzigt und ist nach drei Tagen auferstanden. Er starb den Tod eines Verbrechers, nicht etwa weil er das Gesetz gebrochen hat, sondern weil wir es getan gaben. Jesus nahm unsere Sündenschuld auf sich, um uns zu erlösen. Wer in persönlicher Glaubensentscheidung zu ihm kommt, für den gilt: «… der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen » (Johannes 5,24). Welch ein Wechsel!

Aus dem verlorenen Menschen wird durch die Erlösungstat Jesu sein Wert neu definiert. Es gilt nun: «Du bist in meinen Augen äußerst wertgeachtet und auch herrlich, und ich habe dich lieb» (nach Jesaja 43,4).

Quelle: http://www.wernergitt.de■

Über Glauben reden

Ein Pfarrer, der bekannt war für seinen Intellekt und der seinen theologischen Doktortitel nicht versteckte, hatte einen Bekannten, der mit dem christlichen Glauben nicht viel anfangen konnte. Der Pfarrer wollte diesen Mann unbedingt für den Glauben gewinnen. So hat er seinen Freund immer mal wieder zu seinen Predigten eingeladen. Natürlich hat der gebildete Pfarrer sich dabei keine Blösse gegeben und viele theologische Probleme und Problemchen erörtert, Begriffe definiert, Aussagen kritisch gewürdigt und differenziert verschiedene Perspektiven aufgezeigt. Nach einer dieser strahlenden Predigten kam der Mann auf den Pfarrer zu und sagte: „Ich bin nun überzeugter Christ.“ Von da an besuchte er regelmässig die Gottesdienste und wurde aktives Mitglied der Kirche.

Der hochgebildete Pfarrer war voller Freude und fragte seinen Freund eines Tages:

„Und? Welche meiner Predigten hat deine Zweifel an Gott zum Schwinden gebracht?“

„Deine Predigten?“ fragte der Andere verwundert. „Es war keine deiner Predigten. Was mich umdenken liess war ein Erlebnis nach einem deiner Gottesdienste. Eine ältere, ärmlich gekleidete Frau stolperte auf der Treppe zur Kirchentür. Ich hielt sie an ihrem Arm um ihr zu helfen. Sie bedankte sich und sagte dann:

‘Liebst du Jesus Christus, meinen geliebten Retter? Er bedeutet mir alles.’

Zu diesem Zeitpunkt konnte ich dazu nicht ja sagen. Gleichzeitig merkte ich, dass ich meinen Lebensweg ändern muss. Ich habe an den Glauben noch manche intellektuelle Anfrage. Aber jetzt bedeutet mir Jesus Christus auch alles, genau wie dieser alten Frau.“

(Encyclopedia of 7’700 Illustraitons / Leslie D. Weatherhead)

Von Augustinus beten lernen

  1. Wer beten will, muss zunächst einmal eine bestimmte Art Mensch werden: „Solange uns nicht wenigstens bewusst wird, wie schief unser Herz liegt und wie sehr dies unser ganzes Leben prägt, werden unsere Gebete ein Teil unseres Problems sein und nicht seine Lösung.“ (96)

  2. Bete um Glückseligkeit, wie Ps 27,4 es zeigt: Eines bitte ich vom HERRN, das hätte ich gerne: daß ich im Hause des HERRN bleiben könne mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des HERRN und seinen Tempel zu betrachten.“
    Worum geht es hier? „‚Gott also lieben wir um seiner selbst willen, uns und den Nächsten aber um seinetwillen.‘ Was, wie er [Augustinus] hinzufügt, nicht bedeutet, dass wir um nichts anderes beten sollten als darum, Gott zu erkennen, zu lieben und zu gefallen. (…) Doch wenn wir Gott über alles andere liebeb und es unser höchstes Glück ist, ihn zu kennen und ihm zu gefallen, verändert das die ARt, wie wir um ein glückliches Leben beten.“ (97)

  3. Das Vaterunser als Gebetsschule nehmen, das mir zeigt, wie ich konkret beten lernen kann.

  4. Bitte ehrlich, aber ergib dich auch dem Willen des Vaters – gerade in dunklen Zeiten

Timothy Keller, Beten: Dem heiligen Gott nahekommen, Gießen: Brunnen, 2016.

Dogmatische Korrektheit reicht nicht

„Wir müssen uns unsere Glaubensüberzeugungen nicht nur intellektuell, sondern auch existenziell zu Eigen machen; sie müssen in unserem Alltag praktisch werden. Dogmatische Korrektheit, die wir nicht auch im Herzen erfahren, führt zum Namenschristentum und letztlich in den Unglauben. Traurig aber wahr: Ausgerechnet viele konservative, um die rechte, gesunde Lehre bemühte Christen vernachlässigen das Gebet und bemühen sich nicht darum, Gott in ihrem Herzen zu erfahren; am Ende ist es dann manchmal auch um die gesunde Lehre geschehen.“

Timothy Keller, Beten: Dem heiligen Gott nahekommen, Gießen: Brunnen, 2016, S. 197f.